Festgeld kurz erklärt
Unter dem Begriff Festgeld versteht man eine fest verzinste Geldanlage die von fast allen Banken und Sparkassen angeboten wird. Wer sein Geld Gewinn bringend für einen bestimmten Zeitraum fest anlegen möchte, kann dies mit einem Festgeldkonto zu einem garantierten Festzins tun. Festgeld ist besonders beliebt weil es sich durch Kapitalsicherheit, eine garantierte Rendite und Gebührenfreiheit auszeichnet. Dank der festgeschriebenen Zinsen die von den Banken bis zum Ende der Laufzeit garantiert werden, ist das Ergebnis immer im Voraus kalkulierbar. Verluste sind bei einem Festgeldkonto so gut wie ausgeschlossen.
Ein Festgeldkonto wird von der jeweiligen Bank mit einem garantierten Zinssatz angeboten. Entscheidend für die Höhe der tatsächlichen Zinsen sind aber Kriterien wie zum Beispiel der Anlagebetrag, die jeweilige Laufzeit und das allgemein gültige Zinsniveau. Als Faustregel bei einem Festgeldkonto gilt immer: Je höher der Anlagebetrag und die je länger die Laufzeit ist desto höher fällt dann auch der Festzins aus. Die Verzinsung für Festgeld ist über den im Vorfeld festgelegten Zeitraum immer gleich hoch und kann auch nicht von der Bank oder der Sparkasse nach Belieben verändert werden.
Die Sparergebnisse eines Festgeldkontos hängen immer vom Zinssatz und von der Dauer der Anlage ab. Beträgt die Laufzeit zum Beispiel zwölf Monate und der Festzins liegt bei vier Prozent, dann würde das Sparergebnis auch genau dem Zinssatz von vier Prozent gleichen. Wird das Geld aber nur ein halbes Jahr zu den gleichen Konditionen festgeschrieben, dann sinkt die Rendite über das Jahr gesehen auf zwei Prozent. Bei einer längeren Laufzeit regelt der so genannte Zinseszinseffekt das Ergebnis über den jeweiligen Zinssatz. Eine Voraussetzung ist dabei dass das Geld nach dem Ablauf des Jahres auf dem Konto bleibt und dann erneut verzinst wird. Ein Beispiel dafür könnte wie folgt aussehen: Die Anlagesumme beträgt 10.000,- Euro, die Laufzeit geht über drei Jahre und der Zinssatz liegt bei vier Prozent. Die Rendite im ersten Jahr beträgt dann vier Prozent. Im zweiten Jahr addiert sich das Sparergebnis schon auf 8,16 Prozent bei einer durchschnittlichen Rendite von 4,08 Prozent und im dritten Jahr schließlich erhöht sich das Ganze auf 12,49 Prozent bei einer durchschnittlichen Rendite von 4,16 Prozent.
Geld auf einem Festgeldkonto hat immer eine bestimmte Laufzeit. In den meisten Fällen sind das relativ kurze Laufzeiten von drei Monaten bis zu einem Jahr. Dabei wird das Geld meistens pro Quartal festgeschrieben. Viele Banken bieten auch längere Laufzeiten an. Lange Laufzeiten lohnen sich aber wirklich nur in Zeiten mit hohen Zinsen.
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